MdL Susann Biedefeld: Erfreulicher Anstieg des Öko-Landbaus in Oberfranken und im Landkreis Bamberg

Veröffentlicht am 26.06.2018 in MdB und MdL

„Ich freue mich außerordentlich, dass die Anzahl der Biohöfe in Oberfranken im Schnitt gestiegen ist“, erklärt die für Bamberg zuständige SPD-Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld. Trotzdem ist sie enttäuscht, dass dieses zukunftsträchtige Projekt in Bayern und auch in Oberfranken nur acht Prozent der Bauernhöfe ökologische Landwirtschaft praktikzieren. Das ergab eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion an die Bayerische Staatsregierung.

„Die Nachfrage nach ökologisch und nachhaltig produzierten Produkten steigt immer weiter an. Daher ist es wichtig, dass wir die Nachfrage auch mit heimischen Produkten befriedigen können. Bioprodukte aus fernen Ländern zu importieren kann langfristig keine Option sein“, ist sich Biedefeld sicher.

In Oberfranken ist die Anzahl der Biohöfe und die von ihnen bebaute Fläche konsequent angestiegen, von 250 Höfen im Jahr 2000 auf 703 Höfe in 2017. Besonders interessant ist dabei, dass es in den Jahren 2016 und 2017 den größten Zuwachs an ökologischen Landwirten gab. Im Landkreis Bamberg stieg die Zahl der kontinuierlich an, von 38 im Jahr 2000 auf 93 in 2017, ebenfalls mit einem besonders großen Zuwachs zwischen 2016 und 2017.

Auch die von ökologisch arbeitenden Landwirten bewirtschaftete Fläche nimmt konsequent zu. In Oberfranken wuchs sie von 7.908 Hektar im Jahr 2000 auf 28.093 Hektar; im Landkreis Bamberg liegt sie nun bei 2.927 Hektar. Insgesamt bewirtschaften acht Prozent der oberfränkischen und sechs Prozent der Landwirte im Landkreis Bamberg ihre Felder und Höfe auf ökologische Weise.

Auch die Anzahl der Öko-Tierhalter steigt langsam. Seit dem Jahr 2000 hat sie sich in Oberfranken etwa verdoppelt (von 236 auf 487). Im Landkreis Bamberg hat sie sich seit dem Jahr 2000 exakt verdoppelt, von 34 auf 68 Öko-Tierhalter. Auch der ökologische Feldanbau ist in Oberfranken fast um das Doppelte angestiegen (von 328 auf 608 Landwirten). Im Landkreis Bamberg stieg die Zahl kontinuierlich von 57 im Jahr 2000 auf 82 in 2017.

Der Hauptgedanke ökologischer Landwirtschaft ist ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Ökologische Landbaumethoden wollen dabei stärker als andere einen möglichst geschlossenen Nährstoffkreislauf erreichen, die Bodenfruchtbarkeit erhalten und mehren sowie Tiere besonders artgemäß halten. Öko-Landbau ist damit in besonderem Maße auf Nachhaltigkeit ausgelegt und stärkt zugleich die regionale Wertschöpfung. Die SPD-Landtagsfraktion fordert, den Anteil des Öko-Landbaus in Bayern langfristig auf 20 Prozent zu steigern.

„Langsam wird deutlich, dass ökologische Landwirtschaft kein Nischenprodukt mehr ist“, ist die tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion sicher: „Sie ist nachhaltig, greift weniger in die Natur ein und führt auch zu einem verantwortungsvolleren Miteinander von Mensch und Tier. Für mich ist eine nachhaltige, ökologische Landwirtschaft auch ein Schlüssel zu einem besseren Tierschutz, artgerechter Tierhaltung und weniger Massentierhaltung. Deshalb wünsche ich mir, dass noch viel mehr Landwirte den Mut haben, auf ökologische Landwirtschaft umzustellen.“
Die oberfränkische SPD-Politikerin hofft, dass es auch im Landkreis Bamberg viele Mutige gibt, die sich dazu entschließen, den Weg des Öko-Landbaus einzuschlagen und sieht insbesondere die Bayerische Staatsregierung in der Pflicht, hier Anreize und finanzielle Unterstützung zu leisten, damit sich nachhaltig und ökologisch produzierende Landwirte gegen die Übermacht der Massenproduktion durchsetzen können.

 

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