MdL Susann Biedefeld: SPD sieht Freistaat in Kostenverantwortung für Gymnasien

Veröffentlicht am 24.08.2016 in Bildung

Die oberfränkische SPD-Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld fordert eine Beteiligung des Freistaats an den Realisierungskosten des neuen Gymnasialsystems in Bayern. Sie rechnet im Kontext der Gymnasialreform mit Zusatzkosten für die Kommunen in Milliardenhöhe. Das neue Gymnasialsystem verursache zusätzlichen Bedarf bei Unterrichts- und Fachräumen. Als Sachaufwandsträger seien die Kommen für die erforderlichen Erweiterungs- und Neubauten zuständig.

Susann Biedefeld geht  davon aus, dass die meisten Schulen und Kommunen dem Wunsch der Familien in Bayern Rechnung tragen wollen, die Gymnasialvariante G9 zu realisieren. Es müsse ausgeschlossen sein, dass bauliche Rahmenbedingungen oder die klamme Haushaltslage einer Kommune über die pädagogische Zukunft des Gymnasiums Ausschlag geben, erklärt die SPD-Politikerin.

Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass die Schulräume noch aus den Zeiten des „alten“‘ G9-Bildungsgangs ausreichend sind, da die durch die Schulzeitverkürzung frei werdenden Räume eines kompletten Jahrgangs an vielen Gymnasien durch die wachsende Schülerzahl längst belegt sind.

"Die Staatsregierung muss nun schnell Planungssicherheit gewährleisten, rasch Antworten auf die offenen Fragen geben und finanzielle Unterstützung zusichern", fordert die SPD-Parlamentarierin und fügt hinzu: "Beim Mehraufwand vor Ort darf die Regierung die Kommunen nicht im Stich lassen und muss bei den Kosten Mitverantwortung übernehmen."

Die unklare Entscheidung der Regierung für eine Mischform mehrerer Gymnasialsysteme habe zu einer komplizierten Organisationsstruktur und zur Verunsicherung der Schulfamilie geführt. Eine klare Entscheidung für ein G9 wäre nach wie vor die beste Lösung, sagt Susann Biedefeld.

 

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