MdL Susann Biedefeld besucht die Tafel in Burgebrach und lobt das enorme ehrenamtliche Engagement

Veröffentlicht am 05.07.2018 in MdB und MdL

MdL Susann Biedefeld und die Leiterin der Tafel Burgebrach, Debrah Neser

Beeindruckt ist die SPD-Landtagsabgeordnete und Stimmkreisbetreuerin für den Landtagsstimmkreis Bamberg-Land, MdL Susann Biedefeld, von der großartigen Arbeit, die 37 Ehrenamtliche unter der Leitung von Debrah Neser bei der Tafel in Burgebrach verrichten. Von 2007 an unter dem Mantel des St. Vinzenzvereins/Bamberger Tafel, seit 2015 als eigenständige Tafel unter der Trägerschaft der Katholischen Kirchenstiftung, kümmern sich die freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafel aufopferungsvoll um alle, die sich Lebensmittel normal nicht leisten können. Seit 2010 wird die Tafel auf geringfügiger Basis von Debrah Neser geleitet, die dafür ihren Traumberuf, Friseurin, aufgegeben hat.

Die Tafel in Burgebrach ist in Kellerräumen untergebracht, die von der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt werden. In einer Reihe sauber aufgestellt sieht man die Ausbeute der Woche: Gemüse, Obst, Backwaren, gekühlte Waren, wie Käse oder Joghurt und trockene und verpackte Güter, wie Marmelade oder Nudeln. In einem zweiten Gang befindet sich ein kleiner Laden, in dem man diverse Artikel günstig erwerben kann. Als Susann Biedefeld die Kellerräume betritt, kommt gerade ein Transport mit Backwaren an. Die Lebensmittel werden schön geordnet präsentiert, was verfault oder unrein ist, wird im Voraus aussortiert. Auch diese unschöne Arbeit machen die Freiwilligen.

Die Tafel in Burgebrach kümmert sich intensiv um ihre Kunden. Kunden, so nennt Tafel-Leiterin Neser diejenigen Menschen, die sich bei der Tafel mit Lebensmitteln versorgen, das ist ihr wichtig. Hartz IV-Empfänger, Aufstocker, Rentner mit zu kleiner Rente und Flüchtlinge machen einen Großteil der Kundschaft der Burgebracher Tafel aus. Insgesamt unterstützt die Tafel 60 gemeldete Familien, bei jeder Ausgabe werden etwa 30 Familien unterstützt. Pro Einkauf zahlt ein Kunde drei Euro, die fließen in die laufenden Kosten. Diese sind aber nicht genug, um die Tafel zu tragen. Demzufolge sind Spenden wichtig, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Die Tafel ist Spendern, zu denen auch größere Organisationen gehören, äußerst dankbar dafür, dass sie ihr mit Sach-, Geld- und Lebensmittelspenden regelmäßig unter die Arme greifen.

Eine der letzten großen Anschaffungen war ein Kühlauto, mit dem die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekühlte Waren in Geschäften abholen und zur Tafel bringen können. Alleine die Versicherungs- und die Wartungskosten des Kühlautos, das als ein Lkw gilt, bereiten Leiterin Neser Schwierigkeiten. Sie versteht nicht, wieso ihr Kühlauto nicht wie viele andere Gefährte in Deutschland, wie z.B. landwirtschaftliche Fahrzeuge, von der Steuer befreit ist, also ein grünes Nummernschild erhalten kann. Immerhin nähmen die Tafeln bundesweit der Politik viel Arbeit ab und sparen enorme Steuerkosten ein.

Ebenfalls Kopfzerbrechen bereitet Debrah Neser, dass sich immer weniger Menschen bereit erklären, sich langfristig für die ehrenamtliche Arbeit bei der Tafel zu binden. „Irgendwas muss mit dem Ehrenamt passieren, um es interessant zu machen bzw. Anreize zu schaffen“, sagt sie und schlägt vor, langjährigen Mitarbeitern bei Rente, Steuern oder anderweitigen Vergünstigungen endlich entgegenzukommen. Eine Idee von Frau Neser ist z.B. die Einführung einer „Ehrenamtsrente“. Von dieser Idee ist Susann Biedefeld sehr angetan.

Die SPD-Landtagsabgeordnete ist von dem Engagement der Tafel in Burgebrach beeindruckt, deren Team nicht nur ihre Kunden mit Nahrungsmitteln versorgt, sondern bemüht ist, auch in anderen Fällen Unterstützung zu leisten: So engagieren sie sich gegen Abschiebungen, helfen bei bürokratischen Hürden und bezuschussen, wenn es das Budget erlaubt, Bedürftige beim Kauf von Brillen oder kaputt gegangenen Geräten.
Offen schildert Debrah Neser auch ihren Frust über Politik und Gesellschaft. Sie erzählt, wie sich viele Menschen dazu berufen fühlen, die Arbeit der Tafel zu kommentieren, sich aber leider nicht selber engagieren. Sie berichtet, wie das Gesundheitsamt die Umsetzung von Vorschriften fordert, die Tafel aber keinen einzigen Cent staatliche Mittel bekommt, um diese Nachbesserungen durchzuführen.

Biedefeld erfährt bei dem Besuch wieder einmal, wie dicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafel an dem Schicksal der Armen und Bedürftigen dran sind. Debrah Neser und ihr Team gehen mit Themen wie Armut, Asyl, Wohnungsnot, Abschiebungen, Aufstocker, Hartz IV oder kleine Rente tagtäglich um und kennen die Menschen hinter den Zahlen. An einem Beispiel verdeutlicht Neser, wie schwierig das Leben in Deutschland sein kann: Sie zeigt der SPD-Haushaltspolitikerin das Einkommen eines Aufstockers, der trotz Arbeit weniger Einkommen verzeichnet, als wenn er von Hartz IV leben würde. „Wir müssen ihm auf Knien danken, dass er noch zur Arbeit geht und sich nicht in die soziale Hängematte legt. Da hätte er mehr“, stellt Biedefeld fest.
Zum Abschluss des Besuchs bietet sich der Landtagsabgeordneten die Möglichkeit, einer Ausgabe von Lebensmitteln beizuwohnen. Die Tafel in Burgebrach ist klein, die Kunden sind bekannt. Daher ist Debrah Neser mit den Kunden großzügig, weist sie nicht ab und leiht ihnen, bei Bedarf, noch eine Tüte. Nur eine Kühltasche setzt sie voraus, sonst gibt es keine gekühlten Produkte. Bevor es losgeht, deutet die Leiterin der Tafel auf eine riesige schwarze Tonne, die sich vor Plastikmüll oft schon gar nicht mehr schließen lässt. „Die Tafel schmeißt kein Lebensmittel weg und an Plastik erstickt sie“, analysiert Susann Biedefeld die Situation.

Am Anfang werden vor der Tür der Kellerräume kleine Holzplättchen mit Nummern verteilt. So wird die Reihenfolge festgelegt, in der die Kunden in den Keller hineingelassen werden. Die Nummern werden aufgerufen, immer ein Kunde kommt mit seinen Tüten in den Raum der Tafel. Dieses Mal sind es fünf Tüten, denn am Monatsende gibt es eine mehr. Die Freiwilligen nehmen sich je eine Tüte und füllen sie mit Obst, Gemüse, Brot, Joghurt, Käse und Marmelade. Ganz bewusst hat sich Debrah Neser für diese Variante und gegen eine Selbstbedienung entschieden, da so die Hygiene gewährleistet werden kann und die Produkte auf alle Kunden gleichmäßig verteilt werden.

Die oberfränkische SPD-Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld ist von dem enormen Engagement, mit dem sich die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafel um ihre Kunden kümmern, äußerst beeindruckt und ließ es sich nicht nehmen, gleich eine namhafte Spende zu überweisen, um so die Arbeit der Tafel in Burgebrach und die Arbeit eines tollen Teams zu unterstützen.

Auf finanzielle Unterstützung ist die Tafel Burgebrach angewiesen, um ihre segensreiche Arbeit auch weiterhin fortzusetzen. Die Tafel Burgebrach bittet um Spenden und freut sich über jeden auch noch so kleinen Betrag. Die Bankverbindung lautet: IBAN DE 48 7706 2014 0700 0150 40 (Raiffeisenbank Burgebrach)
 

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