Kreistags-SPD fordert: Gleicher Lohn für alle auch im Landkreis

Veröffentlicht am 27.01.2011 in Soziales

Nicht anders als bei der Sozialstiftung Bamberg gibt es bei der Krankenhausgesellschaft des Landkreises Bamberg unterschiedliche arbeitsrechtliche Regelungen des Lohnniveaus. In Bamberg hat Oberbürgermeister Andreas Starke, SPD, vor Kurzem einen Vorstoß unternommen, die bestehenden Lohnunterschiede abzuschaffen und die Niveaus einander anzugleichen. Entstanden waren diese unter anderem durch die Einrichtung einer Tochtergesellschaft. Auch die Kreistags-SPD will diese unterschiedlichen Löhne in den Krankenhäusern nicht länger akzeptieren.

So hat die SPD-Kreistagsfraktion nun ihrerseits dieses Thema aufgegriffen mit dem Ziel, dass künftig in den Kliniken der Krankenhausgesellschaft die „gleiche Arbeit mit gleichem Lohn“ bezahlt wird. Nach Auskunft des Fraktionsvorsitzenden Franz-Josef Schick sind bei der Krankenhaus Holding 778 Menschen beschäftigt. Es gebe „gegenwärtig insgesamt mindestens vier unterschiedliche arbeitsrechtliche Regelungen des Lohnniveaus“: für Mitarbeiter aus dem ursprünglichen öffentlichen Dienst mit Altverträgen, für Mitarbeiter mit Seniotel-Arbeitsverträgen, die in den Jahren 2006 bis 2009 in den Ökon-Serv-Tarifvertrag übergeleitet wurden, für Mitarbeiter mit den alten Ökon-Serv-Arbeitsverträgen sowie für Mitarbeiter, die so genannte Mini-Jobs unterhalb der 400 Euro-Brutto-Einkommensgrenze ausüben.

Schick fordert, der Kreistag möge den Aufsichtsrat der Krankenhausgesellschaft und den Geschäftsführer anweisen, ab 1. Januar 2011 für ein einheitliches Lohnniveau zu sorgen.

(Artikel von Gertrud Glössner-Möschgk, erschienen im Fränkischen Tag vom 27.1.2011, S. 23)

 

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